GRUNDSÄTZE

 

In Anlehnung an die Barmer Erklärung vor 70 Jahren, heute bezogen auf die staatliche Bildungs- und Erziehungsdiktatur, wurde 2004, auf der 15. Schulkonferenz folgende Erklärung verfasst und von den Teilnehmern unterschrieben

 

Erklärung zum Schutze christlicher Kinder und Familien

Auf der 15. Schulkonferenz der PHILADELPHIA-SCHULE - freies christliches Heimschulwerk e.V. –
in Siegen erklärten gläubige Eltern und Erzieher folgende Grundsätze christlicher Erziehung und Bildung:

 

 

1. Jesus Christus spricht: „Ich bin der Weg und die Wahrheit und das Leben; niemand kommt zum Vater als nur durch mich“ (Joh.14,6).

Jesus Christus, wie er uns in der Heiligen Schrift bezeugt wird, ist das eine Wort Gottes, das wir zu hören, dem wir im Leben zu vertrauen und zu gehorchen haben. Die Heilige Schrift ist uns durch Gottes Geist alleinige Quelle und vollkommene Richtschnur des Glaubens, der Lehre und des Lebens, auch in Fragen der Erziehung und Bildung unserer Kinder.

Wir verwerfen die antichristliche Meinung, als seien die Grundsätze, Ordnungen und Gebote Gottes dem Wandel der Gesellschaft oder den jeweils herrschenden weltanschaulichen und politischen Zeitströmungen unterworfen.

 

2. „Meine Schafe hören meine Stimme, und ich kenne sie, und sie folgen mir, und ich gebe ihnen ewiges Leben, und sie gehen nicht verloren ewiglich, und niemand wird sie aus meiner Hand rauben“ (Joh.10,27+28).

„Er ist uns geworden zur Weisheit von Gott und Gerechtigkeit und Heiligkeit und Erlösung“ (1.Kor.1,30).

„Ihr dienet dem Herrn Christus“ (Kol.3,24).

Weil Jesus Christus uns mit Seinem teuren Blut von den finsteren Mächten dieser Welt für Gott erkauft hat, ist Er auch Gottes Anspruch an unser ganzes Leben und an das Leben der uns von Gott anvertrauten Kinder, die wir unter den Schutz Seines Blutes gestellt haben. Wir verwerfen die antichristliche Meinung, als gebe es Bereiche unseres Lebens, in denen wir als Eltern oder unsere Kinder nicht Jesus Christus, sondern noch auf andere Stimmen, Erkenntnisse und Ansprüche zu hören hätten.

 

3. „Glaube an den Herrn Jesus und du wirst errettet werden, du und dein Haus“(Ap.16,31).
„Was nun Gott zusammengefügt hat, soll der Mensch nicht scheiden“ (Matth.19,6)

Die Ehe ist von Gott geheiligt, die aus ihr hervorgehende Familie ist von Ihm als Einheit geschaffen. Zuerst dort soll auch nach dem Willen Gottes die Einheit des Glaubens verwirklicht werden: „Du und dein Haus“ (1.Mo.7,1). Von Anfang der Schöpfung steht die Familie des Gläubigen unter der besonderen Verheißung des HERRn. Deshalb bekennen wir uns zur biblischen Einheit und Ordnung der Familie und haben uns vor Gott verpflichtet, diese in der Verantwortung vor Ihm und vor unseren Kindern zu bewahren und zu fördern und alle familienzerstörenden Einflüsse abzuwehren. Diesem Zweck dient auch die christliche Schule.

Wir verwerfen alle Strömungen, die letztlich die Auflösung der Familie und des natürlichen Familienbegriffs zum Ziele haben. Hierzu zählen in erster Linie die Zerstörung der Elternautorität durch emanzipatorische Erziehungsideologien, die Verwischung der Unterschiede zwischen den Geschlechtern und Generationen, alternative Zusammenlebensformen (Homosexualität) und die pornographische schulische Sexualerziehung.

 

4. „Jede Seele unterwerfe sich den obrigkeitlichen Gewalten“ (Röm.13,1).
Gottes Wort ermahnt uns, der Obrigkeit unterwürfig zu sein, ihre Anordnungen zu befolgen und für sie zu beten. Bibelgläubige Christen sind die „Stillen im Lande“, sie wissen, dass alle Obrigkeit von Gott ist, deren Auftrag es ist, für Recht und Frieden im Lande zu sorgen. Sie sind dankbar, dass Ehe und Familie unter dem besonderen Schutz der staatlichen Ordnung stehen. Unangetastet bleiben das ihnen von Gott gegebene Recht und die Pflicht der Pflege und Erziehung ihrer Kinder. Aus der Verantwortlichkeit, über ihre Seelen zu wachen und für ihr Wohl zu sorgen, kann sie keine staatliche Gemeinschaft entlassen.

Wir verwerfen die falsche Meinung, als solle und dürfe der Staat über seinen besonderen, ihm von Gott gegebenen Auftrag hinaus über die Erziehung und Bildung der Kinder christlicher Eltern bestimmen.

 

5. „Man muß Gott mehr gehorchen als Menschen“ (Ap.5,29)
„Darum gehet aus ihrer Mitte aus und sondert euch ab, spricht der Herr, und rühret Unreines nicht an, und ich werde euch aufnehmen“(2.Kor.6,17)

Die christliche Familie ist Teil der christlichen Gemeinde, zu der auch die christliche Schule von jeher gehörte. Das Recht der Glaubens- und Gewissensfreiheit wird von bibelgläubigen Eltern nach dem Gebot Gottes, das über staatlichem Gesetz steht, auch für den Bereich Erziehung und Bildung ihrer Kinder in Anspruch genommen, um ihnen einen Schutz- und Wachstumsraum in einer zunehmend antichristlichen, unmoralischen und sittenlosen Gesellschaft durch Gründung christlicher Schulen auf biblischer Grundlage zu bieten. Dabei wird die Aufsicht des Staates über das Schulwesen anerkannt.
Wir verwerfen die falsche Meinung, als solle und könne der Staat christliche Eltern und christliche Schulen auf die staatlichen Bildungs- und Erziehungsziele verpflichten, insoweit sie von den biblischen Zielen abweichen.

 

6. „Ich habe euch, Jünglinge, geschrieben, weil ihr stark seid und das Wort Gottes in euch bleibt und ihr den Bösen überwunden habt“ (1. Joh.2,14-16).

Die christliche Jugend ist die Zukunft der christlichen Gemeinde und Familie. Eine immer größere Flut von Verführungen strömt auf sie ein und macht ihr den Kampf schwer, aber sie hat in der entschiedenen Nachfolge Jesu die Verheißung, die vergängliche Welt mit ihrer Lust und ihrem eitlen Hochmut zu überwinden und ein Leben in Reinheit und Tugend in der wahren Freiheit, zu der Christus freimacht, zu führen. Es ist Aufgabe christlicher Eltern, sie von frühester Jugend an über Gott und Seine Welt aufzuklären und sie den Weg zum Leben zu lehren. Die christliche Schule soll ihnen dabei helfen.
Wir verwerfen die falsche Meinung, als könne und müsse die christliche Jugend in ihrem Äußeren, ihrem Gebahren und ihrem Denken und Streben sich der Welt und dem modernen Zeitgeist anpassen, um frei und froh zu sein und ihren Weg zu finden.

 

7. „I h r seid das Salz der Erde..., I h r seid das Licht der Welt“ (Matth.5,13-16).
Die christliche Familie ist durch ihr Zeugnis in der sie umgebenden ungläubigen Welt, die im Argen liegt, und als übriggebliebener Kern einer orientierungslos gewordenen pluralistischen Gesellschaft, die weithin von den biblischen Wertmaßstäben und guten Sitten abgewichen ist, ein Zeichen der Liebe, des Friedens, der Einheit und der Geborgenheit. Dieses Orientierungszeichen kann die christliche Familie nur sein, wenn sie ihr Leben nach dem Willen Gottes ausrichtet.

Wir verwerfen die falsche Meinung, als könnten und dürften christliche Eltern und Erzieher ihr Erziehungswerk in menschlicher Selbstherrlichkeit nach ihrem Gutdünken zu selbstgewählten Wünschen, Zwecken, und Plänen betreiben. Wir sind an die Bibel als Gottes Wort gebunden und Gott Rechenschaft schuldig.

 

Siegen, den 31.Mai 2004

gez. Unterschriften

 


 

 

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