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1.
Schuljahr - Informationen - Hilfen zur Unterrichtsgestaltung – Unterrichtsmaterial

Inhalt

-Der Deutschunterricht
-Der Mathematikunterricht
-Der Sachkundeunterricht
-Kunst - Religion
-Sport - Musik
-Allgemeine Hinweise / Fragen
-Unterrichtsvorbereitung




Der Anfangsunterricht in Deutsch:

Das Material für die erste Klasse besteht aus:

1. Ich lerne schreiben 1 (Druckschriftlehrgang)
2. Ich lerne schreiben 1 (Lese- und Arbeitsheft zum Druckschriftlehrgang)
3. Ich lerne schreiben 2 (Schreibschriftlehrgang)
4. Ich lerne schreiben 2 (Lese- und Arbeitsheft zum Schreibschriftlehrgang)
5. Lautübungen: Hierbei handelt es sich um Übungen zur Lautwahrnehmung, um zum Einen zu einer besseren Artikulation der einzelnen Laute zu gelangen und zum Anderen die Rechtschreibung zu fördern und zu stabilisieren.
Von den Kindern wird erarbeitet, an welcher Stelle ein jeweiliger Buchstabe als Laut in einem Wort zu hören ist (am Anfang, in der Mitte, ganz am Ende) – es sind natürlich gegebenenfalls mehrere Möglichkeiten gegeben. Eingesetzt kann dieses Lernmaterial in der Vorschule, im Anfangsunterricht und bis einschließlich 2.Schuljahr.

Folgende unterschiedlichen Aspekte müssen abwechselnd im Deutschunterricht der 1.Klasse vorhanden sein:
Kurze Erläuterungen:
1. Zeichen wie Punkt, Komma, Fragezeichen, Ausrufezeichen, etc. einführen und erklären
2. Analytische und synthetische Lesemethode nebeneinander behandeln: Synthetische Methode: Wir lernen Buchstaben, reihen sie aneinander und versuchen sie zusammen zu lesen, so dass daraus ein Wort entsteht Analytische Methode: Wir kennen ein Wort „auf den ersten Blick“(z.B. Mama, Papa,den eigenen Namen, Oma, Opa, usw. – die Kinder können verschiedene Wörter auf den ersten Blick „lesen“, d.h. sie kennen sie auswendig und brauchen die Buchstaben nicht mehr aneinanderreihen, um sie zu lesen. Oft können die Kinder ganze Bilderbücher auswendig Wort für Wort lesen, dies ist eine gute Grundlage für den Unterricht



3. Briefe, Notizen,  Einkaufszettel  etc. schreiben, d.h.  Aufsätze  schreiben,  zunächst  in kleiner, kurzer und einfacher Form

4. Lautübungen   sind  für  die  Rechtschreibsicherung  sehr   wichtig   (Anlauttabelle benutzen!)
Es gibt Anlauttabellen,  d.h.  zu jedem  Buchstaben  gibt  es  ein kleines Bild,  z.B.  für das „E"  den Esel,  für das  „A" den  Apfel usw. Wollen die  Kinder  nun  ein Wort schreiben,  müssen  sie die  einzelnen Laute  heraushören und  mit Hilfe  der Tabelle die  jeweiligen  Buchstaben  aufschreiben. z.B.:  Es  soll Tisch  geschrieben werden. Die  Kinder  hören heraus,  dass  Tisch mit  dem Laut „T"  anfängt,  suchen  in  ihrer Tabelle ein  Bild  mit dem  Laut  „T" (z.B.  Teller) am Anfang und  schreiben nun  den Buchstaben, der  daneben steht  (ein  T)  auf.  Nun hören  die Kinder als  nächsten Laut ein  „I",  suchen  das  Bild  mit dem Anfangslaut  „I" (ein Igel)  und schreiben  den Buchstaben, der  neben dem  Igel  steht (ein I) auf. Jetzt  folgt der  Laut  „SCH",  die Kinder suchen das Bild mit dem Anfangslaut „SCH"  (ein  Schiff) und  schreiben das SCH  auf.  Das Wort ist  fertig, die  Kinder  haben Tisch  geschrieben,  obwohl sie  die Buchstaben noch gar nicht kennen, aber dadurch sehr schnell lernen.

5. Buchstaben  müssen  systematisch  eingeführt, erklärt, benannt  und geschrieben werden -  jedem Laut wird ein  Zeichen zugeordnet!  - Schwungübungen sind als Vorbereitung notwendig!

6. Silbentrennung, in Silben lesen und schreiben ist sehr wichtig für schnelles, gutes Lesen

7. Rechtschreibsicherung -  Diktate (zunächst  Wortdiktate)  sind  sehr  notwendig,  die Kinder  sollen   sich  einen  sicheren   Wortschatz  aneignen,  d.h.   Wörter,  die sie auswendig fehlerfrei aufschreiben können.

8.   Sinnverstehendes  Lesen  (Lektüren  oder   Geschichten   im  Unterricht   lesen   und bearbeiten).  Zum sinnverstehenden Lesen  eignen  sich  sehr  gut  die Arbeitsblätter: „Tiere bei uns" oder „Etwas über Feuer, Wasser, Luft usw."

Der  Deutschunterricht gliedert sich, besonders  ab  dem 2.Schuljahr, in folgende Bereiche:

1.   Rechtschreibung (Diktat)
2.   Aufsatz
3.   Lesen
4.   Schrift
5.   mündliche Sprachgestaltung (mündliches Erzählen bzw. Nacherzählen der Kinder)
6.   Lernen von Gedichten

Im ersten Schuljahr  liegt der  Schwerpunkt zunächst beim Erlernen der  Buchstaben (Schreiben)  und das  Lesen der  ersten  Wörter  und Sätze. Schwingübungen sind als Vorübung bzw. Hinführung zu den Buchstaben sehr wichtig  und hilfreich, besonders bei Schülern, die Probleme mit der Feinmotorik haben.

Das  Erlernen   der Buchstaben   muss  nicht   langweilig  sein,  hier   einige  Ideen dazu:

  • Buchstaben oder Wörter kneten lassen
  • Buchstaben in den Sand schreiben
  • Sandbild des Buchstaben erstellen (mit Kleber und Sand, d.h. mit einem Klebestift wird  der Buchstabe  geschrieben,  Sand  darüber gestreut und  das  Blatt vorsichtig hochgehoben, so dass der überflüssige Sand wegfällt)
  • Wortkarten basteln  und mit  Büroklammern  versehen  - eine Angel  herstellen  mit Magnet und  dann  werden  die richtigen Wortkarten (zu dem jeweiligen Buchstaben geangelt). Man  kann   die   Wortkarten  auch   einfach   von   den   Kindern   sortieren lassen.
  • Buchstaben und  erste Wörter stempeln (Stempelkasten,  Moosgummi,  Kartoffeln usw.)
  • Schnurdruck  (Buchstaben vorzeichnen, mit  flüssigem Klebstoff  nachfahren  und dicken  Wollfaden oder Schnur aufkleben. Nach dem  Trocknen  buntes Papier auf das vorbereitete Blatt legen und mit Wachsmalkreiden flach übermalen.)
  • Buchstaben fühlen (Wellpappe)
  • Buchstaben aus Salzteig oder Mürbeteig backen
  • Buchstabenbilder malen (aus lauter „A" einen Apfel darstellen, aus lauter „F" einen Fisch usw.) 
  • Lautübungen
  • Wörterbilder malen
  • Buchstaben ausschneiden (Zeitung)
  • Pfennigbingo zur Lautwahrnehmung
  • Reimwörter suchen (z.B. Fisch, Tisch - Flasche, Lasche, Masche)

Aufsätze

Sobald die  Schüler die  Fähigkeit der  schriftlichen Sprachgestaltung beherrschen  und selbst  Sätze bilden können, sollte dies geübt  werden. Solche kleinen  Aufsätze  können durchaus auch nur  aus 3  oder  4 Sätzen bestehen.  Zu  Beginn  kann  die schriftliche Sprachgestaltung  besonders  durch  Erlebnisberichte   oder  Briefe   trainiert   werden, natürlich   kann  zunächst   mit kleinen  Notizen   oder  Nachrichten  für  die   Pinnwand begonnen werden (so  erfahren  die Schüler  das Schreiben  als sinnvolles Tun, das wichtige Funktionen erfüllt).

Diktate

Kleine Wortdiktat sollten von Anfang geschrieben werden, Diktate im ersten Schuljahr sollten ca. 10 bis 20 Wörter enthalten und geübt werden. Für geübte Diktate gilt dann folgender Bewertungsmaßstab:

Note 1:  0 - 1 Fehler
Note 2: 1½ - 3 Fehler
Note 3: 3½ - 6 Fehler
Note 4: 6½ - 9 Fehler
Note 5: 9½ - 15 Fehler
Note 6: ab 16 Fehler

Jedes    falsch    geschriebene    Wort    zählt   als    einen   Fehler,    auch    wenn    mehrere Buchstaben  in   einem   Wort  falsch   sind.   Werden  diktierte  Punkte,  Kommas   etc. vergessen, so zählt  dies  als ein  halber  Fehler. Ein  halber  Fehler  wird  auch  dann gezählt, wenn die Ä, Ö oder Ü-Striche vergessen wurden. Berichtigungen   sind  sehr   wichtig   und   sollten   direkt  im   Anschluss   an  das  Diktat vorgenommen werden.  Falsche Wörter werden 5  bis 10 mal  berichtigt  (richtig  neu geschrieben), Satzanfänge müssen im ganzen Satz berichtigt werden, dies gilt auch für Substantivierte Nomen  etc..  Bei mehr als  9½  Fehlern sollte das  Diktat  als ganzes berichtigt  werden, d.h. es wird   eine  Abschrift  gemacht  (die   Kinder  schreiben das Diktat noch einmal sauber als  Berichtigung  ab) und  am  nächsten  Tag sollte es dann noch einmal diktiert werden.

Der Mathematikunterricht:

Das Lernmaterial umfasst obligatorisch:

Schülerbuch, Übungsheft,  Lernzielkontrollen, Ziffernkurs  - dieses  Material  wird  auf jeden   Fall  benötigt.  Das  Lehrerhandbuch   mit   Zusatzmaterial  kann   dazu  bestellt werden. Einen Einblick in das von uns verwendete Material aus dem Mildenberger Verlag können Sie hier nehmen.

1.   Schülerbuch:   Das    Schülerbuch   ist    als   Arbeitsheft    aufgebaut.    Die Schüler bearbeiten  die Aufgaben größtenteils „im  Buch".  Die Seiten sind perforiert und gelocht, um sie  im  Ordner  oder  Schnellhefter des  Kindes  abzuheften. Die  Inhalte des Schülerbuches umfassen die Lerninhalte des gesamten 1.Schuljahres, d.h. der Zahlenraum  bis  20   wird  erarbeitet.  Der  Anhang   behandelt   noch  zusätzliche weiterführende Themen, wenn am Ende des Schuljahres noch Zeit ist.

2.   Ziffernkurs:      Systematischer      und     ausführlicher      Ziffern-Schreib-Kurs.     Auf vorgegebenen Arbeitsblättern  üben  die Kinder die  verschiedenen Zahlen richtig schreiben.

3.   Übungsheft: Zur  täglichen Übung, zum  „5-Minuten-Training"  zu  verwenden,  d.h. aber nicht, dass eine Seite  in  5 Minuten  bearbeitet  werden  muss, sondern  dass man  täglich 5  Minuten darin  arbeitet. Die  Aufgaben  in  diesem  Heft  sind  gut als „Hausaufgaben" zu verwenden.

4.   Lehrerhandbuch:    Das   Lehrerhandbuch     umfasst   Hilfen     zur     Planung     und Organisation  des    Unterrichts   und    eine    Jahresplanung   (Stoffverteilungsplan). Weiterhin  werden  Seite für  Seite das  Schülerbuch erklärt  und Anregungen zur Unterrichtsgestaltung gegeben.

5.   Lernzielkontrollen:  8 Lernzielkontrollen  zum Einsatz am entsprechend vorgegebenen Zeitpunkt, es muss a oder b geschrieben werden, nicht beide.

6.   Zusatzmaterial,   das   in  den  Ordner   des   Lehrerhandbuches  eingeheftet  werden kann:
a)   Übung, Differenzierung, Freiarbeit: Es handelt sich um zusätzliche Kopiervorlagen mit manigfaltigen Übungsmöglichkeiten abgestimmt auf das Buch,  oder auch als  Möglichkeit „zum Weiterarbeiten"  für besonders  schnelle und interessierte Schüler.
b)   Spiele  zur Übung: Dieses Material beinhaltet sowohl Erklärungen  zum Einsatz der  Spiele   als   auch  eine   große    Spielmaterialsammlung   wie    Memmories, Rechendominos,  Felderspiele  (alles  zu  dem Thema: Subtraktion  und Addition bis 20), Geometriespiele
c)   Lösungen  zu Übungsheft     und     Schülerbuch:    Die    Lösungen     können zusammengeheftet     (Spiralbindung) werden und dem Schüler zur Selbstkontrolle  (zeitweise) zur  Verfügung gestellt werden.  Dadurch werden die Kinder von  Anfang  an  dazu  angehalten, Arbeiten nach ihrem  Abschluss  auf Richtigkeit zu überprüfen und zu korrigieren.

Folgende Lerninhalte sollten im Mathematikunterricht enthalten sein:

♦    Simultane Zahlauffassung (Zahlenkette)  bis 10,  d.h.  die Kinder brauchen nicht mehr nachzählen,  sondern können mit  einem Blick  erfassen, das  sind 5  Finger oder Perlen.

♦    Zahlzerlegungen,  im   Mathematikbuch  reichlich  vorhanden,   z.B.  5=2+3;   5=1+4; 5=3+2

♦    Das kleine „Einspluseins" bis 20, d.h. die Kinder sollen so viele  Aufgaben rechnen, bis sie  die Plus-  und Minusaufgaben  auswendig können.  Dies  ist  eine  wichtige Grundlage für das Rechnen bis 100. Wenn man uns  nach 5+3  fragt,  brauchen wir auch nicht rechnen, sondern wissen die Antwort direkt.

♦    Spielerisches Lernen (Lük,  Lernspiele) -  Schule  muss  Spaß  und Freude machen, eshalb ist Abwechslung und Erhaltung der Motivation sehr wichtig.

♦    Ständiges Schreiben der  Zahlen (im  Heft),  d.h.  Rechenaufgaben  ins Heft schreiben lassen.

♦    Hausaufgaben nicht vergessen!

♦    Auf Sauberkeit und Ordnung achten.

♦    Keinen Killer in der GS!

Besonders wichtig: Das  Kopfrechnen sollte nicht  vernachlässigt  werden, es ist  sehr wichtig und sollte jede Woche trainiert und geübt werden!!!

 

Der Sachkundeunterricht:

Das Material: „Bausteine Sachunterricht" besteht aus einem Lehrerordner und einem Schülerbuch. Sollen verschiedene Themen intensiv bearbeitet werden,  so lässt  sich  zusätzliches  Material  (speziell für  einzelne Themen, z.B. die Biene,  die Stockente,   Pflanzen, unser Körper    etc.)   bei    der Philadelphia-Schule bestellen (Zusatzliste). Nähere Informationen zu Bausteine Sachunterricht finden Sie hier.

Da die  Kinder  erst  am  Ende  des ersten Schuljahres  (im Normalfall)  selbständig Texte lesen können,  sollten Lernwerkstätten erst ab der 2.Klasse eingesetzt werden.  Für die erste Klasse eignen sich folgende Arbeitsblätter:  „Tiere  bei uns",  „Etwas  über  Feuer, Wasser, Luft etc." beides zu bestellen bei der Philadelphia-Schule.

Sachunterricht in der Grundschule sollte generell handlungsbezogen (Plakate erstellen, Natur erforschen ...) handlungsorientierter Unterricht - ganz praktisch   Pestalozzi (Pädagoge  von 1746-1827) forderte ein  Lernen  mit Kopf,  Herz  und Hand ... sachbezogen (Themen aus der Umwelt der Kinder) für die Kinder stattfinden.
Im   Sachunterricht   darf   man    sich    an    den   Interessen   der    Kinder    orientieren (orientieren, nicht  nur machen,  was die  Kinder  wollen, aber es kann die  Richtung angeben)
Eine freie  Themenwahl  ist durchaus sinnvoll!  (Lernwerkstatt  benutzen  - siehe Zusatzliste der Bestelliste der Philadelphia Schule)

Das Problem der Sachkundebücher  generell  ist,  dass  viele Themen nur  angeschnitten werden, die  Lehrperson  muss  Material  dazu  nehmen, allerdings ist  es  freigestellt, welches Thema, wie  intensiv  bearbeitet  wird, es hängt  von den  Interessen  der Kinder ab, von daher behandeln die Bücher viele Themen nur sehr oberflächlich. Gut ist oft die Querverbindung zu anderen Fächern. Wird in Deutsch ein Gedicht über den  Frühling  gelernt,  so  kann im Sachunterricht durchgenommen  werden, welche Kennzeichen der Frühling hat usw. In Kunst wird dann ein Frühlingsbild gemalt usw.

Querverbindungen zu anderen  Fächern sind sehr von Vorteil, allerdings kann es nicht immer so realisiert werden, weil es viel Vorbereitungszeit kostet. Wichtig  ist,  dass  die Kinder praktisch  handeln können.  z.B.  Thema Frühling:  Den Kindern ein  Plakat  (alte Tapete)  vorlegen  und aufmalen oder aufkleben  lassen, was zum Frühling gehört; nach draußen gehen, experimentieren usw.

Vorgehensweise zu jedem  Thema:  Zuerst  einmal  Ideen und  Erfahrungen  der Kinder sammeln, das  Thema erarbeiten,  Informationen sammeln, Bücher lesen  etc und Plakate erstellen oder in der Natur die Sachverhalte erforschen. Die Lerninhalte des Sachunterrichts kehren immer wieder, man sollte nicht ein Thema ganz intensiv und  genau durchnehmen  und   denken, dass   haben die  Kinder  nun verstanden, kapiert, dieses  Thema ist nun für die  Grundschulzeit abgehakt. Nein!  Die Themen werden immer wieder, auf einem etwas höheren Niveau, wiederholt, denn nur durch ständige Wiederholung prägen sich die Inhalte ein. z.B.  Thema Bäume: Zunächst nur die einfachsten Bäume  (Buche, Eiche, Kiefer,  Birke usw.)   unterscheiden   lassen,   im  nächsten   Schuljahr   dann  wieder   einige  Bäume dazunehmen (Ahorn, Kastanie, Tanne, Fichte) und immer so weiter.
Nie ein Thema intensiv behandeln und denke: So, das war es! - nach einem Jahr ist wahrscheinlich alles wieder vergessen - es ist, ganz normal!

Der Kunstunterricht:

Ziele des Kunstunterrichts sind:

  •     Förderung der Feinmotorik (durch Malen, Basteln, Zeichnen usw.)
  •     Schwingübungen

Das  Heft: „Ideen und  Vorschläge  für den  Kunstunterricht 1" umfasst  die Bereiche Malen,  Zeichnen, Basteln, Textilgestaltung,  Drucken und  Werken  für  die 1.Klasse. Weiterhin  sind   dort  einige   Ideen,  Hilfen,  Anregungen   und   auch  die  Ziele  des Kunstunterrichts festgehalten.

Der Religionsunterricht:

Die  Kinder   sollen  biblischen   Geschichten   zuhören   und   sie   im  eigenen  Sprachstil wiedergeben. Psalmen und schöne Gedichte sollen auswendig gelernt werden.

Der Sportunterricht:

Die Kinder brauchen  Bewegung, können auch Schwimmen gehen, etc. Auf Leistungssport wird verzichtet.

Folgende Bereiche sollte der Sportunterricht laut Lehrplan enthalten:

1.   Gymnastik: Laufen und  Gehen in verschiedenen  Bewegungsformen,  teilweise mit  oder  auch ohne Handgeräte wie z.B. mit Ball oder Reifen
2.   Leichtathletik: Laufen, Springen, Werfen
3.   Schwimmen Springen, Tauchen, Brustschwimmen oder Kraulschwimmen usw.
4.   Spiele Zielball   -    auf   den    Korb    werfen,   Jägerball,   Völkerball,    Brennball,    Laufball, Federball, Indiaca, Basketball mit Korbwurf
5.   Geräteturnen Rollen:  Rolle vorwärts und  Rolle  rückwärts,  Springen, Balancieren, Hockwende über   den    Kasten,   Grätsche   über   den    Bock,   Auf-/Umschwingen   am   Reck, Schaukeln an Tauen/Ringen, Handstand, Rad

Wichtig  ist,  dass  die Schüler  sich  vor jedem  Sportunterricht aufwärmen, d.h. die Muskeln  müssen  gedehnt und  gelockert werden.  Dies  kann  durch leichtes Laufen, Hüpfen und einfache Gymnastikübungen erreicht werden. Dauer: ca. 10 Minuten
Die  Schüler benötigen den Sportunterricht,  da  Bewegung  ein wichtiger Ausgleich  zum geistigen Lernen ist. Zum  Abreagieren,  für die  geistige  Entwicklung  (Konzentration, Reaktion usw.), für die motorische Entwicklung, für die Entwicklung der Muskeln und Knochen und  für die  Entspannung des  Körpers  sind  sportliche  Betätigungen  sehr wichtig und notwendig.

Der Musikunterricht:

Die Kinder sollen verschiedene Lieder lernen und diese mit anderen auswendig singen können. Falls die Möglichkeit besteht, können die Kinder beginnen Blockflöte oder ein anderes Instrument zu erlernen.

Allgemeine Hinweise:

Die Kinder im ersten Schuljahr müssen angelernt werden und folgendes üben:

     selbständiges Arbeiten

     Konzentration

     selbständiges Erledigen der Hausaufgaben

     zügiges Arbeiten

     Sauberkeit und Ordnung in den Heften

     saubere, formgerechte, flüssige Schrift

     Lerninhalte der Unterrichtsfächer, siehe Bücher und Stoffverteilungspläne

Schön ist, wenn die Kinder mit Freude  und Motivation am Unterricht teilnehmen und ihre Aufgaben erledigen. Motivierter Unterricht!

Sind Hausaufgaben für Heimschüler notwendig?

Viele  Heimschulfamilien  stellen  immer  wieder   Frage   nach  der  Notwendigkeit  der Hausaufgaben.  Es  wird  mir immer  wieder  dargelegt,  dass  die Kinder doch schon  den ganzen  Vormittag zu Hause  sind  und dort ihre Schulsachen  erledigen,  warum sollen dann  auch  noch  für den  Nachmittag  Hausaufgaben aufgegeben werden?  - Falls  Sie sich an dem Begriff „Hausaufgaben" stören, so  nennen Sie es doch einfach: „Übungen für den  Nachmittag". -  Oft wird gefragt, ob die  Hausaufgaben  nicht auch in den Vormittag  gelegt   werden  können,  d.h. es wird   morgens   mehr  gearbeitet,  so   dass nachmittags  keine Übungen  mehr  gemacht werden brauchen.  - Warum  wollen  Sie sich  und Ihren  Kindern vormittags einen  solchen Stress machen?  Sie können im Vormittag   nicht   alles   behandeln,  denn   irgendwann  ist  die  Konzentration  und Aufnahmefähigkeit  der  Kinder   zu  Ende.  Es   ist   viel  sinnvoller,  wenn   die   Kinder vormittags mit  den Schulaufgaben  (wenn die  Aufnahmefähigkeit abnimmt) aufhören und   dann  am   Nachmittag   noch  einmal   neu   an  den  Übungen  und  Schulsachen arbeiten. Der Lernerfolg ist wesentlich größer.
Hausaufgaben (HA) sind   sehr  nützlich  und hilfreich  für Sie  und Ihre Kinder.  Sie fördern  die Selbstständigkeit  und Selbsttätigkeit  der Kinder,  denn  die  HA  sollten von den  Kindern ganz alleine  durchgeführt  werden. Sie  brauchen  und sollten  sich  nicht darum kümmern. Ihre Aufgabe besteht darin, den Kindern geeignete Übungen, die sie alleine lösen können, aufzugeben und  am  nächsten  Tag zu kontrollieren.  Somit haben Sie  gleichzeitig   eine  Kontrolle,   ob  der  Lerninhalt   des   Vormittags  verstanden   und begriffen wurde. Bitte  leiten  Sie Ihre Kinder dazu an,  die HA vollständig  alleine zu lösen.
Der  Umfang  der HA sollte natürlich  nicht zu groß sein,  ein paar kleine Übungen  in jedem  Fach  reichen,  so  dass  die Kinder in der  Regel nicht  länger als  ½ bis  ¾h  im 1.Schuljahr  an  den HA arbeiten.  Trödeleien  dürfen  allerdings  nicht berücksichtigt werden!
Wichtig  ist auch,  dass  Sie Ihren  Kindern regelmäßig HA aufgeben,  damit die  Kinder sich an die HA gewöhnen und fest in ihren Tagesablauf einplanen. Freitags können die Kinder von  den HA befreit  werden. HA sollten  also  vom 1.Schultag an aufgegeben werden, es braucht  zunächst  nicht viel zu sein und  kann  durchaus  auch  nur darin bestehen, dass ein Bild angemalt werden soll.

Selbständig Arbeiten ist sehr wichtig!

Die    Selbständigkeit   (Alleinarbeit)   ist    gerade    für   Heimschulkinder    von   großer Bedeutung,  da  gleichzeitig  mehrere Kinder unterrichtet werden müssen.  Wie wurde dies früher in einklassigen Schulen gehandhabt? Das    Kernstück   der    früheren    einklassigen    Schulen   war    die   Stillbeschäftigung (Stillarbeit)   und   der   Helferdienst (die Großen helfen den Kleinen).  Das  Zeit-  und Störungsproblem  war schon  damals  sehr  groß und  wurde allein durch  die Stillarbeit einigermaßen behoben.
Die  Stillarbeit (Alleinarbeit  des Schülers)  konzentrierte sich dabei  nicht nur  auf die Übungsphase, sondern  auch  auf die  Erarbeitungsphase,  d.h.  die Schüler  mussten sich    den   Stoff    (Lerninhalt)    selbst    durchlesen,   erarbeiten   und    Fragen    dazu beantworten. (_ Gerade dies können die heutigen Schüler oft nicht mehr, es wird aber im Beruf oft gefordert!)

Wie kann ich mein Kind zur Alleinarbeit erziehen?

1. Aufgabenstellungen erklären und wiederholen lassen.
2. Die Aufgaben zunächst unter Zeit (Zeitdruck?) bearbeiten lassen.
3. Ständiges  Fragen  der Kinder vermeiden, indem  keine Antworten  gegeben werden (Ausnahmen  bestätigen  die Regel),  d.h.  keine ständigen  Bestätigungen  geben wie: „Ja, das ist richtig."
4. Die Kinder für sauberes, zügiges Arbeiten loben und evtl. belohnen
5.   „Nichtstun" nicht  tolerieren, sondern  sich  Konsequenzen  ausdenken (sie müssen schon vorher klar sein und sie müssen auch durchgeführt werden)
6. Mangelt  es  an  Sauberkeit, so müssen die  Texte etc. neu  geschrieben werden - nicht  als Bestrafung,  sondern als  Übung („Wir  sind  in  der Schule und  üben  es  so lange, bis du es du es kannst.").
7. Wichtig  ist:  eine  ständige  anschließende Kontrolle  der Alleinarbeit (Stillarbeit), die genau durchgeführt werden sollte.
8. Konzentrationsübungen  helfen   vielleicht,   damit   die   Kinder  sich   nicht   von   den anderen       ablenken      lassen.      Die      ersten       Stillarbeiten     könnten somit Konzentrationsübungen sein,  die Spaß machen und wodurch die Kinder sich an die Alleinarbeit gewöhnen können. Schöne Konzentrationsübungen, auch für den  Mathematik   und   Deutschunterricht   geeignet  können   bei   der   Philadelphia Schule bestellt werden (Zusatzliste).9. Hausaufgaben aufgeben, die von den Kindern alleine bearbeitet werden.
10. Lernspiele einführen und alleine bearbeiten lassen (Lük)
11. Arbeitsblätter mit Selbstkontrolle im Unterricht einsetzen.
12. Die Kinder dazu anlernen, so zu lesen, dass sie den Sinnzusammenhang verstehen und den Text in eigenen Worten wiedergeben können.
13. Vorgehensweisen  genau besprechen,  die einzelnen  „Arbeitspunkte" notieren und an die  Wand  heften, so dass sie  immer sichtbar sind.  Die Kinder können somit nacheinander die einzelnen Punkte abarbeiten bzw. bearbeiten.
14. Die  Arbeit  mit dem  Wörterbuch  einführen,  so  dass  die Kinder selbständig  etwas nachschlagen können.

Unterrichtsvorbereitung - Wie gehen Sie vor?

Wie kann ich meinem Kind etwas vermitteln, erklären, es lehren, unterrichten ...? Um zu einer Antwort zu gelangen, muss ich an erster Stelle natürlich wissen, was ich meinem Kind erklären will. _ Unterrichtsvorbereitung!

Anleitung zur Unterrichtsvorbereitung (für Eltern, nicht für Lehrer geeignet!):

1. Stoffauswahl:

♦    Was „muss" ich diese Woche mit den Kindern machen?  oder: Was „sollte" ich diese Woche mit den Kindern machen?
♦    Wird  nach   einem   Stoffplan   der   Philadelphia  Schule   gearbeitet,   so  sollte   er eingehalten werden, braucht das  Kind  länger, um einen  Sachverhalt  zu  verstehen, so lassen Sie sich bitte  Zeit! Es treibt uns  keiner, wir beginnen erst dann mit dem neuen Lerninhalt, wenn der alte Lernstoff verstanden ist und geübt wurde.
♦    die Lerninhalte (Themen) müssen von den Eltern durch- bzw. angesehen werden

2. Aufteilung der Lerninhalte

♦    Wie teile ich den Stoff auf die 5 Tage der Woche?
♦    ein Stoffverteilungsplan für die Woche wird erstellt
♦    in kurzen Stichpunkten wird für jeden Tag notiert, welche Inhalte durchgenommen werden sollen (mit Seitenangaben in den jeweiligen Büchern)

3. Überlegungen zur Umsetzung

♦    Wie   kann  ich  es   meinen  Kindern  lehren?  Welche   Methoden,   Arbeitsformen, Unterrichtsmittel  wähle ich? Zu jedem  Tag sollten  nun einige Stichpunkte  zur Umsetzung festgehalten werden.
♦    Welche  interessanten Dinge  habe  ich noch zu diesem Thema, die  zur Erarbeitung hilfreich sein werden? - Medizini-Poster, Plakate, Bücher (z.B.  Sachbücher, andere Schulbücher)
♦    Womit kann ich  meine  Kinder   motivieren? Die  Kinder  brauchen  einen   Anreiz, Motivation, damit der Spaß am Lernen erhalten bleibt.
♦    Welche  Inhalte können wir  praktisch mit  allen Sinnen behandeln  bzw.  lernen? Können  wir draußen  in  der Natur  etwas lernen,  erfahren  und sollten  wir deshalb einen Nachmittag nach draußen gehen?

4. Unterricht

♦    Sie unterrichten ihre Kinder und  stellen vielleicht manchmal fest,  dass  Sie nicht alles schaffen, was Sie sich vorgenommen haben. Was nun?
♦    Sind genug Stunden für den Unterricht am Tag angesetzt worden?
♦    Geben Sie  Hausaufgaben  auf?  Lerninhalte und  Aufgaben, die  am  Vormittag nicht geschafft  wurden,  sollten  von  den  Kindern  alleine  am   Nachmittag   bearbeitet  werden (sofern sie erklärt wurden).
♦    Vielleicht  hat ihr  Kind  noch  Schwierigkeiten mit  den neuen  Lerninhalten  und Sie können   am  nächsten   Tag   noch  nicht  weitergehen  ...  _   der   Stoffplan  für  den nächsten Tag muss überarbeitet und korrigiert werden Nehmen Sie  sich  Zeit  für ihr  Kind  und haben  Sie Geduld!  Erklären  Sie in Liebe jeden  Tag dasselbe,  wenn  es  nötig ist. Verzweifeln  Sie nicht, es wird der  Tag des Erfolgs kommen. Wichtig ist in solchen Fällen: handlungsorientierter Unterricht und Hausaufgaben. Bleiben  Sie bitte  so  lange bei  einem Thema, bis  es  von den  Kindern vollständig erfasst und intensiv geübt wurde!

5. Reflexion und neue Vorbereitung

♦    Sollte  ich  andere   Methoden  wählen,  damit  die  Kinder   die   Lerninhalte   besser verstehen?
♦    Welche Dinge sollten wiederholt werden?
♦    Wie   könnten    noch    weitere   Übungen    zu  dem    Thema   aussehen,    damit   die Lerninhalte intensiver geübt werden können?


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